Apollon
Apóllon aiglẽtosἈπόλλων αἰγλῆτος(der Glanzvolle)Bezeichnung des Sonnengottes Apollon in seiner Eigenschaft als strahlende Erscheinung des reinen Lichtes.
Gnõthi seautónΓνῶθι σεαυτόν(„Erkenne dich selbst“)Die Weisheitslehre, welche als Inschrift über dem Apollon-Heiligtum in Delphi stand, inspirierte Sokrates zu seiner Philosophie. Der Weg der Erkenntnis als Wanderung in das Innere bringt das vorgeburtliche Wissen erneut ins Bewusstsein (Maeutik).
Apóllon délphiosἈπόλλων δέλφιοςDas Orakelheiligtum von Delphi am Fuße des Parnass war im Sommer Apollon und während des Winters Dionysos geweiht. Apollon hielt sich während der kalten Monate im Norden, bei den Hyperboreern, auf.
Apóllon hyperbóreosἈπόλλων ὑπερβόρειος(zum hohen Norden gehörig)Von Apollon heißt es, dass er sich im Winter hoch im Norden, im Lande der Hyperboreer aufhält, wohin alljährlich ihn sein Schwanenwagen trägt.
Apóllon phoĩbosἈπόλλων φοῖβος(der Strahlende)Der strahlende Lichtgott – als leuchtende Inkarnation der sichtbaren Sonnenhelligkeit und der inneren, weissagenden Hell-Sichtigkeit – beinhaltete die Epiphanie des Solaren, sowohl durch den Lichtsinn des menschlichen Auges, als auch durch die prophetische Gabe der inneren Sehkraft.
Apóllon déliosἈπόλλων δήλιοςDie Insel Delos war der Geburtsort Apollons. In einer homerischen Hymne auf den delischen Apollon heisst es zu dessen Geburt: „Es rauscheten dunkele Wellen rings an das Land von dem Hauch scharfwehender Winde getrieben, von woher du entsprossen den sämtlichen Menschen gebietest.“ (Εἰς Ἀπόλλωνα 25 ff. Übersetzung Eduard Mörike)